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Bin fast zusammen gebrochen
26. September 2010 | Kategorie: PhantomschmerzenWie sich ein Junkie fühlen muss weiss ich jetzt…
Gestern Nachmittag, als ich bei meinen Eltern zu Besuch war, war ich bereits stark am schwitzen und habe nicht gemerkt was da auf mich zu rollt. Es fing gegen 18:00 mit nem leichten zittern an. Es Mir wurde immer kälter und gleichzeitig hab ich geschwitzt. Und dann noch diesen Bewegungsdrang… Ich konnte nicht mal 30 Sekunden ruhig sitzen. Dann gegen 19:30 konnte ich es nicht mehr ertragen und habe den ärztlichen Notdienst telefonisch kontaktiert. Habe denen dann meine Situation erklärt und gefragt was ich machen kann. Die meinten ich solle kommen. Nach Kirchen ins Krankenhaus. Ok dachte ich mir. Gehe ich zum Bahnhof und fahre mit der Bahn nach Kirchen. Hab mich schön warm eingepackt und mich auf den Weg gemacht. Am Bahnhof angekommen hab ich mich hingesetzt und gewartet. Es vergingen einige Minuten und schon brach es aus mir heraus. Ich hab mich bestimmt 5x übergeben. Ich konnte gar nicht mehr aufhören. Das tut mir auch sehr leid das es mitten auf dem Bahnsteig passiert ist. Aber da konnte ich ja nix für.
Hab dann eine sehr liebe Freundin angerufen und sie gefragt ob sie nicht kommen kann um mich nach Kirchen zu fahren. Sie hat sich auch sofort auf den Weg gemacht. Ich bin währenddessen wieder nach Hause gegangen, denn ich wollte mich nicht noch im Zug übergeben. Auf dem Weg nach Hause, den Steilhang hoch, dachte ich, das ich jeden Moment zusammen breche. Ich war am schwitzen so hab ich noch nie geschwitzt. Gleichzeitig war mir eiskalt. Ich hab mich schon auf der Strasse liegen sehen. Habs dann aber doch noch bis in die Wohnung geschafft. Da hab ich dann direkt wieder den ärztlichen Notdienst angerufen. Der zuständige Notarzt hat sich auch sogleich ins Auto gesetzt und ist zu mir gekommen. Er hat mir dann 2 Oxygesic gegeben, ein Morphines Schmerzmittel. Etwa 15-20 Minuten später wurde es dann langsam wieder besser. Das ich auch Oxygesic nehmen konnte wusste ich nicht, denn ich hatte selbst noch einige Tabletten in meinem Medizinschrank. Insgesamt hat es aber schon 3 Stunden gedauert bis die Entzugs-Symtome verschwunden waren. Da war es dann mittlerweile fast Mitternacht. Ich hab mich schlafen gelegt und war heute morgen echt froh, das ich durch geschlafen habe…
Der Notarzt meinte das ich eigentlich stationär ins Krankenhaus gehöre. Unter Beobachtung. Darauf habe ich aber ehrlich gesagt keine Lust. Ich bin gerade mal 3 Tage zu Hause nachdem ich über 2 Wochen in der Uniklinik Köln verbracht habe und das Gelände nicht verlassen durfte mit der externen Medikamenten-Pumpe…
//Nachtrag: Und ich hatte ja noch die Fentanyl-Pflaster drauf. Die haben mich auch die letzten 3 Tage glauben lassen das ich den Entzug überstanden habe. So war es aber leider nicht. Denn erst als die aufgebraucht waren, also nach 3 Tagen, fing es wieder an. Und ich hatte ja auch nichts mehr hier. Der Notarzt konnte es auch nicht verstehen warum die Ärzte mich aus der Uniklinik Köln so früh entlassen haben. Aber gut, ich war schon froh wieder nach Hause zu kommen nach über 2 Wochen.
//Nachtrag: Ich habe nicht den Notruf (110 oder 112) gewählt sondern den ärztlichen Notdienst (0274119292) angerufen. Hätte ich den Notruf gewählt wäre dieser auch sofort gekommen… Siehe auch diesen Beitrag.
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9 Kommentare/Trackbacks zu “Bin fast zusammen gebrochen”
Oh Hollii,
das tut mir leid dass es dir so schlecht gegangen ist!
Wie gehts dir denn jetzt? Gehste am Montag direkt mal zum Doc, oder???
Ich wünsche dir gute Besserung Holliidile!!!
Gruß und Kuss
Anja
Anja am 26. September 2010 [Link]
Mir gehts jetzt wieder gut. Zum Glück. Das gestern Abend war echt übel. Ich hatte teilweise ganz schön Angst. Obwohl ich die Entzugs-Symtome ja schon kannte, da ich letztes Jahr das Transtec Pro Schmerzpflaster abgesetzt hatte. Nur so heftig und plötzlich war das letztes Jahr nicht.
Hollii am 26. September 2010 [Link]