Fahndung

24. Juni 2007 | Kategorie: Dein Freund und Helfer

Wie schon an einigen Stellen angekündigt, möchte ich mal erzählen, wie es damals zu der Deutschland weiten Fahndung kam. Soll heissen, ich wurde von der Polizei Deutschland weit gesucht. Oder sogar Europa weit? Ich weiss es nicht mehr. Jedenfalls hatten wir, meine damalige Freundin S.* (nicht Partnerin), ihr bester Freund und deren Freundin einen Ausflug geplant – spontan geplant – mit meinem ersten Auto:D Wir wussten noch nicht genau wohin und auch nicht wie lange wir bleiben wollten. Mit ihren Eltern hatte ich mich immer gut verstanden und auch der Rest der Familie kannte mich. Man kann sagen, ich gehörte irgendwie schon zur Familie. Nunja, da dieser Ausflug jedoch spontan und kurzfristig geplant wurde, hat S. im Eifer des Gefechts wohl vergessen, den Ausflug bei ihren Eltern anzumelden. Ich muss dazu sagen, S.* war zu diesem Zeitpunkt gerade 16 (soweit ich mich jetzt noch erinnere, ist ja schon 12 Jahre her!). Denn sie wollte einfach nur mal weg. Genauso wie wir auch. Daher habe ich sie von zu Hause abgeholt. Sie hat sich verabschiedet und mit einem Rucksack voller Klamotten das Haus verlassen. Da ihre Eltern und auch die Geschwister alle am Fenster standen, dachte ich, das geht so in Ordnung. Gewunken haben wir dann noch und sind losgefahren um die beiden anderen abzuholen. Jau, und so sind wir dann quer durch Nord-Deutschland gefahren. Insgesamt sind in 4 Tagen geschätzte 2.000 Km zusammen gekommen. Freitags Donnerstags sind wir losgefahren, Montags hatte S.* Heimweh und rief zu Hause an. So haben wir dann erfahren, das die Eltern bei der Polizei waren und die nun nach uns sucht. Ihre Mutter war am weinen und ich habe ihr direkt am Telefon versprochen, ihre Tochter heil und gesund zurückzubringen. Und zwar sofort, ohne Umwege und auf dem allerschnellsten Weg. Zu diesem Zeitpunkt waren wir auf der Insel Föhr (Nordsee). Wir haben gerade mal 5,5 Stunden bis nach Siegen gebraucht. Das war der vorletzte Tag, an dem ich S.* und ihre Familie gesehen habe… Die nächste Fahrt ging dann Richtung Polizei, um diese ganze “Entführung” aufzuklären. Und seien wir doch mal ehrlich: Ein einarmiger der seine Freundin entführt? Ich war verliebt in sie, ja, aber deswegen entführe ich sie doch nicht! :D

* Name mit Absicht abgekürzt. ;)

Ps: Handys gabs damals soweit ich mich erinnere noch nicht. Dicke, fette und schwere Auto-Telefone waren da gerade im Trend.

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