Fahrrad und DB

24. Juni 2007 | Kategorie: Fahrrad, Öffentliche Verkehrsmittel

Am letzten Samstag (16.6.) war ich das erste mal nach langer Zeit mal wieder mit dem Zug unterwegs. Und zwar inklusive Fahrrad. Von Köln-HBF nach Solingen-Mitte (1x in Solingen-HBF (ehemals Solingen-Ohligs) umsteigen). Ich kann nur sagen, das ist gar nicht so einfach.

Hinfahrt
Bereits auf der Hinfahrt stand ich mitsamt meinem Rad im Gang, direkt vor der Türe (weil innerhalb eines Abteils darf das Fahrrad ja nicht stehen). Das es im “Rhein-Wupper-Express” extra einen Wagen für Fahrräder gibt, wusste ich nicht. Danach hatte ich auch nicht geschaut, denn mit dem Fahrrad passe ich allemal in einen Zug. Dabei war es gar nicht so einfach, überhaupt in den Zug rein zukommen. Denn ich musste 2 Stufen erklimmen, vom Bahnsteig in den Zug. Und das über einen sehr schmalen Einstieg (dieser mit den Doppeltüren, bei denen man die Griffe zum öffnen nach unten drücken muss). Ich habs aber geschafft.

Ankunft am Solinger-Hauptbahnhof
Kurz vor der Einfahrt nach Solingen habe ich mich zurecht gezupft und alles durchgecheckt, ob ich alles habe, alles fest verstaut ist. Der Zug hält, ich öffne die Türe und steige aus. Das klappte aber nicht auf Anhieb, wie gesagt, das einsteigen war ja schon nicht ganz einfach. Jemand der mit aussteigen musste, hat mir dann kurzerhand und ohne Aufforderung geholfen und am Hinterrad angepackt. Nun galt es, die Schützenstrasse in Solingen zu erklimmen. Denn ganz oben steht die Kirche, Ecke Ritterstrasse.

Und nun fand die Hochzeit statt.

Rückfahrt nach Köln
Zurück war es dann einfach. Nur aufsteigen aufs Rad und die Bremse lösen. Mit einem Top-Speed von 42 km/h schoss ich die Schützenstrasse wieder runter. Und das ohne zu Kraftanstregung. :D Am Bahnhof angekommen, wollte ich ein Ticket lösen. Der Automat wollte meinen 5-Euro-Schein aber nicht haben. Ich habs dann aufgegeben und bin zum Bahnsteig gerannt. Die Zugführerin (Schaffnerin genannt) stieg zufälligerweise direkt vor meiner Nase aus. Ich sprach sie sofort an, das ich nachlösen muss, da der Automat mein Geld nicht möchte. Sie sagte: Ok, aber bitte mit dem Fahrrad in den Fahrrad-Wagen, der sich ganz am Ende des Zuges befindet. Toll, ich stand ganz am Anfang. Kurzerhand hab ich mich aufs Rad gesetzt und Gummi gegeben. Mit 25 km/h schoss ich den Bahnsteig entlang, denn die Zugführerin hatte bereits gepfiffen. Der Zug war bereits am anrollen, da öffnete sich erst die Türe. Ich hob das Vorderrad und machte eine riesen Satz in den Wagen. Glück gehabt. Gerade noch geschafft. Ich bin dann erstmal quer durch den Zug gerannt um die Zugführerin darauf anzusprechen, aber ich hab sie nicht finden können. Ich bin dann wieder zurück ans Ende des Zuges und in Köln ausgestiegen. Bis dato hatte ich keinen Fahrschein. Die können froh sein, das ich nicht ausgerutscht bin. :twisted: Denn einmal vom Zug überfahren worden zu sein reicht für ein ganzes Leben. Das möchte ich nicht ein zweites mal erleben!

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  1. 7 Kommentare/Trackbacks zu “Fahrrad und DB”

  2. Du bist ja wirklich tollkühn. Man könnte glauben, du brauchst den anderen Arm auch nicht mehr. :gruebel:
    Pass auf dich auf :!:
    Siringa

    Siringa am 5. Juli 2007 [Link]

  3. Lebensmüde bin ich nicht, aber ne Stunde auf den nächsten ICE warten wollte ich auch nicht… :)

    Hollii am 6. Juli 2007 [Link]

  4. Ich finds beim Bahnfahren auch immer assig, den Fahrradwagen zu finden. Da ich bereits ähnliche Erfahrungen wie Du gemacht habe, steige ich mittlerweile meistens direkt in den Waggon ein, der genau vor meiner Nase hält. Da mostert dann meistens der Schaffner, aber es ist nicht mein Problem, wenn die Bahn da keine Lösung findet :-/

    MTB-Addict am 14. Juli 2007 [Link]

  5. Oh das ist ja noch harmlos ;) Mach mal eine Auslandsreise mit dem Fahrrad und der Bahn – so mit 4-5 mal umsteigen. Auf diese Art und Weise teils war ich mit der Familie und Teils mit Freunden bzw. meiner Freundin schon in Frankreich, Italien, Polen, Tschechien…

    Einmal in Hamburg ist uns ein Zug während des Einladens der Räder weggefahren – 2 waren drin, 2 nicht. Nun kuzer Hand ist mein Vater dann rausgesprungen und hat anrufen lassen, dass die unser Rad in Schwerin ausladen :D Wir konnten dann alle zusammen auf den nächsten Zug warten… Und das alles weil der Bahnsteig einen Knick macht und der Schaffner nicht den ganzen Zug einsehen kann – inzwischen haben die dafür Kameras und man hofft, dass sowas nicht mehr passiert. Das war schon etwas außergewöhnlich.

    Allgemein nervt das Fahrräde die Treppen schleppen weil einige Leute obwohl sie sehen das man Fahrräder mit Gepäck hat meinen den Fahrstuhl blockieren zu müssen – da ist dann also hoch und runter tragen angesagt. Besagte IC Türen kenne ich auch – die meisten Reginoalbahnen haben inzwischen auf Bahnsteigebene breite Türen und in jedem zweiten Wagen viel Platz für Fahrräder.

    Auch dieses Jahr gehts wieder nach Italien – für 50 € p.P. inkls. Fahrrad. Klar ist das etwas stressig, aber auch immer wieder ein Erlebnis. Sei es die Fahrt oder der Urlaub an sich ;)

    cRazy am 25. August 2008 [Link]

  6. mei fahrrad(mountenbike) kqietscht hinten an der kette und ich frag mich wie es weg geht. freu mich auf rückantwort. :fragezeichen: :fragezeichen:

    rooney11 am 2. September 2008 [Link]

  7. Ich würde dir empfehlen einfach in den Fahrradladen deines Vertrauens zu gehen. Die wissen bestimmt sofort was es ist. :)

    Es könnte die Kette sein, oder auch das Lager selbst. Vielleicht quietscht aber auch nur dein Sattel und du denkst es wäre was am Hinterrad…

    Hollii am 4. September 2008 [Link]

  8. Mit 25 km/h schoss ich den Bahnsteig entlang, denn die Zugführerin hatte bereits gepfiffen. Der Zug war bereits am anrollen, da öffnete sich erst die Türe.

    :lala:

    So einen Mist hab ich noch nie gehört, wirklich. Bin selbst Zugbegleiterin/Zugführerin und habe die Problematik Fahrräder jeden Tag.
    Wenn der Achtungspfiff gegeben wurde, dann schließen die Türen und da rollt auch kein Zug an, denn erst wenn die Meldescheibe nach oben gehalten wird und die”Schaffnerin” ihre eigene Tür geschlossen hat, dann fährt der Zug erst an.
    Dann wird nämlich der zweite Schließauftrag vom Lokführer gegeben.
    Also bitte nicht solche Räubergeschichten schreiben. Wir sind nicht im Wilden Westen. :cold:

    Törtchen am 17. August 2010 [Link]

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