Grabstein-Falle
17. April 2010Folgende News-Meldung gibts in der Bild-Zeitung.
„Kommen Sie schnell, da liegt ein Toter auf dem Friedhof.“
Zum einen sehr witzig diese Aussage, zum anderen aber auch sehr traurig, wenn tatsächlich ein Toter ausserhalb eines Grabs liegt, der noch keinen Sarg von innen gesehen hat…
Hier noch die ganze Meldung, da man ja nicht weiss wie lange die Bild diese Meldung bereithält.
„Kommen Sie schnell, da liegt ein Toter auf dem Friedhof.“
Die Beamten im Lagezentrum der Polizei hielten den Notruf erst für einen schlechten Scherz. Doch der Anrufer meinte es bitterernst. Vor seinen Augen hatte sich gerade eine Tragödie abgespielt.
Dienstagvormittag, 11 Uhr. Lokführer Lutz D. (55) geht mit seiner Mutter (82) auf den kleinen Dorffriedhof von Wolteritz (Sachsen). Frühjahrsputz am Grab des Vaters. Während die alte Dame Blumen pflanzt, versucht Lutz D. mit dem Spaten eine Wurzel auszugraben.
Offenbar zu viel für ihn: Er tritt zurück, stolpert über den Grabstein des Nachbargrabes – und bricht zusammen. Ein Friedhofsbesucher versucht noch, ihn durch Mund-zu-Mund-Beatmung wiederzubeleben – vergebens.
Zu dieser Zeit sitzt seine Ehefrau Kerstin D. (47) in Leipzig beim Friseur. Als sie später ihren Mann auf dem Handy anruft, geht ein Polizist ran. „Er sagte mir, dass mein Mann leider verstorben sei“, erzählt die schockierte Witwe. „Sowas sagt man doch nicht am Telefon…“
Ob Lutz D. an einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall starb, muss nun der Rechtsmediziner klären.
Kerstin D.: „Mein Mann litt an Bluthochdruck. Er war lange arbeitslos, hat nun endlich einen Job gefunden. Im Mai hätte er als Lokführer anfangen können. Er war so euphorisch.“
27 Jahre war das Paar verheiratet. Nun will Kerstin D. die gemeinsame Eigentumswohnung so schnell wie möglich verkaufen. „Ich muss jetzt noch einmal ein neues Leben beginnen“, sagt sie tapfer und unterdrückt ihre Tränen. „Das hätte meinem Lutz gefallen. Er war doch so ein positiver Mensch.“
