Handprothesen optimieren

24. März 2007

Das ist ja mal interessant. Was ich da gerade gefunden habe. Ausschlaggebend für meine Suche war ein Artikel in der Zeitung über eine neuartige Prothese.

Die Geschwindigkeit von Handprothesen optimieren
Psychologen kooperieren mit Jenaer Firma

Seit längerer Zeit wird am Lehrstuhl für Biologische und Klinische Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena daran geforscht, wie den Auswirkungen von krankhaften oder unfallbedingten Veränderungen im Gehirn entgegengewirkt werden kann. Das Team um Prof. Dr. Wolfgang H. R. Miltner hat dazu etwa bei der Beweglichkeit betroffener Gliedmaßen nach Schlaganfällen große Erfolge erzielt.

Auch an der Entwicklung von neuartigen Handprothesen ist der Jenaer Lehrstuhl beteiligt. Prof. Dr. Thomas Weiß erforscht, wie Handprothesen weiterentwickelt werden können, um die Steuersignale aus dem Gehirn rascher und effektiver in Bewegungen der Prothese umzusetzen. Ziel seines aktuellen Forschungsvorhabens ist es, die alltägliche Nutzbarkeit der Handprothesen zu steigern. Er will dazu die Rückmeldung von Informationen aus der künstlichen Hand an den Patienten deutlich steigern. Wichtige Voraussetzung hierfür sind kurze Reaktionszeiten zwischen Steuerbefehl für die Prothese und einer entsprechenden Realisierung der gewünschten Prothesenbewegung als auch zwischen der Signalerfassung an der künstlichen Hand und der Rückmeldung zum Patienten. Bislang waren derartige Prothesen ohne solche Rückmeldungsmechanismen versehen, weil sie oftmals zu langsam reagieren.

Die Geschwindigkeit der elektronischen Ansteuerung einer Handprothese optimieren

Das wollen die Psychologen der Friedrich-Schiller-Universität nun ändern und kooperieren mit einer Jenaer Spezialfirma. Die VisuMotion GmbH erhielt den Entwicklungsauftrag, die Geschwindigkeit der elektronischen Ansteuerung einer Handprothese zu optimieren.

Mit einer grundlegenden Überarbeitung der Ansteuerelektronik soll der Nutzer, so erwarten die Forscher, quasi ohne Zeitverzögerung die notwendigen Finger- und Handbewegungen ausführen können. Da das Team von VisuMotion aus Experten auf dem Gebiet der 3D-Darstellung sowie der Elektronik- und Softwareentwicklung besteht, ergaben sich Kooperationsmöglichkeiten, von denen beide Seiten profitieren – “und letztlich auch die Patienten”, wie Prof. Weiß hofft. Durch die geschwindigkeitsoptimierte Handprothese soll der Aktionsradius der Prothesepatienten erheblich erweitert und die Lebensqualität gesteigert werden. Zudem hat der Jenaer Psychologe in Studien belegt, dass eine höhere Funktionalität von Prothesen Phantomschmerzen bei den Patienten reduzieren kann.

“Kooperationen zwischen Wirtschaft und Hochschulen erlauben einen effizienten Wissenstransfer in beide Richtungen”, sagt Prof. Weiß. “Von diesem Entwicklungsprojekt profitieren beide Partner: Die Universität Jena erhält eine qualifizierte Elektronikentwicklungsleistung, die VisuMotion GmbH Einblick in aktuelle Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Prothetik, die wiederum Initiator für neuartige Prothesen sein können”, unterstreicht der Jenaer Psychologe den Wert der Kooperation.

Link: uni-jena.de/PM061220_Handprothesen-skin-print.html

Und dann habe ich auch das hier noch gefunden.

Die künstliche Hand besser steuern
Psychologen kooperieren mit Jenaer Firma, um Prothesen zu optimieren

Bereits seit längerer Zeit wird am Lehrstuhl für Biologische und Klinische Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität daran geforscht, wie den Auswirkungen von krankhaften oder unfallbedingten Veränderungen im Gehirn entgegengewirkt werden kann. Das Team um Prof. Dr. Wolfgang H. R. Miltner hat dazu etwa bei der Beweglichkeit betroffener Gliedmaßen nach Schlaganfällen große Erfolge erzielt.

Auch an der Entwicklung von neuartigen Handprothesen ist der Jenaer Lehrstuhl beteiligt. Prof. Dr. Thomas Weiß erforscht, wie Handprothesen weiterentwickelt werden können, um die Steuersignale aus dem Gehirn rascher und effektiver in Bewegungen der Prothese umzusetzen.

Ziel seines aktuellen Forschungsvorhabens ist es, die alltägliche Nutzbarkeit der Handprothesen zu steigern. Er will dazu die Rückmeldung von Informationen aus der künstlichen Hand an den Patienten deutlich steigern. Wichtige Voraussetzung hierfür sind kurze Reaktionszeiten zwischen Steuerbefehl für die Prothese und einer entsprechenden Realisierung der gewünschten Prothesenbewegung als auch zwischen der Signalerfassung an der künstlichen Hand und der Rückmeldung zum Patienten. Bislang waren derartige Prothesen ohne solche Rückmeldemechanismen versehen, weil sie oftmals zu langsam reagieren.

Bewegung ohne Zeitverzug

Das wollen die Psychologen der Friedrich-Schiller-Universität nun ändern und kooperieren mit einer Jenaer Spezialfirma. Die VisuMotion GmbH erhielt den Entwicklungsauftrag, die Geschwindigkeit der elektronischen Ansteuerung einer Handprothese zu optimieren. Mit einer grundlegenden Überarbeitung der Ansteuerelektronik soll der Nutzer, so erwarten die Forscher, quasi ohne Zeitverzögerung die notwendigen Finger- und Handbewegungen ausführen können.

Da das Team von VisuMotion aus Experten auf dem Gebiet der 3D-Darstellung sowie der Elektronik- und Softwareentwicklung besteht, ergaben sich weitreichende Kooperationsmöglichkeiten, von denen beide Seiten profitieren – „und letztlich auch die Patienten”, wie sich Prof. Weiß erhofft.

Durch die geschwindigkeitsoptimierte Handprothese soll der Aktionsradius der Prothesepatienten erheblich erweitert und die Lebensqualität gesteigert werden. Zudem hat der Jenaer Psychologe in Studien belegt, dass eine höhere Funktionalität von Prothesen Phantomschmerzen bei den Patienten reduzieren kann.

Link: uni-jena.de/Wirtschaft-page-121223.html#wi4

Ich glaube ich werde mich in den nächsten Wochen mal mit denen der Uni Jena in Verbindung setzen. Denn wenn die Möglichkeit besteht, meinen Oberarmstumpf zu verlängern, von jetzt 6 cm auf mindestens 15 cm oder mehr, dann wäre ich sofort bereit, mich als Versuchskaninchen zur verfügung zu stellen. Denn meine ich möchte unter allem Umständen auf einen Gurt, der quer über die Brust geht, verzichten. Wäre mein Stumpf etwas länger, könnte man die Prothese auf den Oberarm setzen. So könnte ich den Oberarm bewegen und somit würde sich die auch Schulter- und auch Brustmuskulatur wieder regenerieren. Denn das was mich an meiner jetzigen Prothese stört, das ich meinen Oberarm in dem Schaft nicht bewegen kann. Nur im Ellenbogen ist die beweglich. Das fühlt sich an, als wäre meine Schulter eingegipst. Das heisst ich kann den Oberarm weder nach oben noch zur Seite bewegen. So in etwa sieht meine jetzige Prothese aus (Link). Die auf dem Foto ist jedoch für den rechten Arm. Von meiner gibts in zusammengebauten Zustand kein Foto. ;)

  1. Kommentare/Trackbacks zu “Handprothesen optimieren”

  2. Hallo Hollii, warum willst du dir denn so eine Verlängerung antun? Nur um so ein umständliches Ding zu tragen? Um einen Knochen 10 cm zu verlängern braucht man 1 Jahr und du rennst mit so einem Metallstrecker rum. Bedeutet auch eine Menge Schmerzen. Wenn du Pech hast ist deine Haut danach zu empfindlich um die Prothese direkt am Stumpf zu befestigen, dann hast du das gleiche Problem wie jetzt. Ich trage auch aus verschiedenen Gründen keine funktionelle und die kosmetische ist eh nur für die anderen. Aber für andere brauche ich nicht komplett erscheinen, also lasse ich es. Denn das bin nicht ich.
    Vermisst du (d)einen zweiten Arm so sehr?
    Viele Grüße, Siringa

    Siringa am 28. März 2007 [Link]

  3. Oh, an den Fixateur hatte ich gar nicht gedacht. Stimmt, das wäre mit Sicherheit ein langer Prozess. Davon mal abgesehen hatte ich überlegt, wie das wohl mit den Kosten ist, die dabei entstehen. Die Krankenkasse zahlt sowas bestimmt nicht.

    Ich komme ohne Prothese ja auch viel besser zurecht als mit. Nur wenn ich sowas lese, würde ich am liebsten mitmachen. :) Die Wissenschaft unterstützen.. :D

    Hollii am 28. März 2007 [Link]

  4. Ein verlängerter Stumpf hat sicher auch ohne Prothese seine Vorteile, vielleicht sogar mehr als MIT. Denn, WANN brauchen wir in unserem Leben den wirklich mal alle zehn Finger? Und dort wo man sie bräuchte, ersetzen sie eine Prothese mit ihrem 2-3 Fingerpinzettengriff auch nicht. Die Komplexität und Feinmotorik einer echten Hand ist einfach nicht nachzubauen. Meist geht es doch darum, mit der einen Hand was festzuhalten und mit der anderen zu arbeiten. Das geht auch mit einem längeren Stumpf. Da hab ich dir gegenüber wohl einen kleinen Vorteil. Oder man benutzt einen anderen Körperteil zum Gegenhalten.
    Und die Verlängerung wird glaub ich mit einem Marknagel gemacht, der immer weiter auseinander gezogen wird, so dass sich der Spalt zwischen den Knochen immer wieder mit Kallus füllt.
    Wie das allerdings mit den Kosten ist, weiß ich nicht. Aber wenn es sich dabei um einen Versuch handelt, werden sie sicher nix verlangen, sondern eher noch was zahlen.
    Aber frag ruhig, Fragen kostet ja nix und dann sag uns Beischeid :grin:
    Viele Grüße, Siringa

    Siringa am 29. März 2007 [Link]

  5. Also momentan glaube ich wäre das nicht ganz passend. Gut, mein Stumpf ist nur etwa 6 cm lang, aber zumindest beweglich. Ich kann den zwar auf der Grund der Narbe nicht so bewegen wie z.b. rechts den Arm, aber ich komme nah ran.

    Eventuell wäre es auch möglich, die Prothese mit einem Schraubgewinde direkt an dem Stumpf-Ende zu befertigen. Also eine Art Dübel im Oberarm-stumpf verankern, in den dann die Prothese eingedreht wird. :) Ich hatte mal einen Chirugen darauf angesprochen, der der Meinung war, das es möglich wäre. Denn Perücken werden mittlerweile auch mit kleinen Schrauben in der Kopfhaut befestigt.

    Aber wenn ich dann wieder an die Bewegungsmöglichkeiten der Prothese denke, die mittlerweile schon sehr modern ist, aber immer noch einem Greifer ähnelt. Also eine Hand wie eine Art Schraubstock. Ich mein, besser als gar keine Hand aufjedenfall. Nur ist es halt nicht einfach und bestimmt auch nicht schmerzfrei sowas auszuprobieren. Zumal ich das Geld dafür auch nicht habe.

    Hollii am 29. März 2007 [Link]

  6. Hallo Holli, das mit dem Schraubgewinde am Oberarmknochen…..aua…..da möchte ich nicht mal dran denken. Ich frag mich auch, ob das nicht ständig zu Entzündungen führt, wenn es nicht ganz gut angepasst und abgeschlossen ist. Denn theoretisch könnten da doch Bakterien eindringen.
    Und dann das Problem mit der Hebelwirkung, bei deinen 6 cm ist das nicht sehr viel, könntest du damit eine ganze Prothese heben?
    Ich hätte evtl. die richtige Länge, könnte aber die Prothese aufgrund eines Nervernschadens auch nicht weit nach vorne und schon gar nicht nach oben heben, höchstens etwas zur Seite.
    Dann hätten wir eine Prothese, wie sie mir auch gebaut worden wäre, die immer nah am Körper bleibt und man damit nicht nach vorne greifen könnte und nur der Ellenbogen und die Hand zu bewegen wäre. Damit kann man was festhalten oder tragen. Aber ich brauche das eigentlich nicht, da ich nicht körperlich schwer arbeiten muss. Und für´s Fest- oder Gegenhalten habe ich Ersatz.
    Aber vielleicht bring so etwas für dich ja einen Vorteil.
    In dem Bericht geht´s ja hauptsächlich um Handprothesen. Wenn noch ein längerer Arm mit Ellenbogen da ist, sieht die Sache schon wesentlich günstiger aus.
    Viele Grüße, Siringa

    Siringa am 26. Mai 2007 [Link]

  7. Aber überlege doch mal, was es schon alles in dieser Richtung gibt. Druckknöpfe werden in die Schädeldecke geschraubt um Perücken zu befestigen, Piercings ohne Ende gibt es, die in die Genitalien, Bauchdecke, unter die Haut, im Schädel oder weiss der Piercer wo eingebracht werden, da sollte doch erst recht ein Gewinde auch möglich sein. :) Nicht zu vergessen Fixateure, die über Monate, manchmal Jahre, angebracht werden.

    Und die Kraft kann ich sicherlich über Brust- und Schultermuskulatur gewinnen. Oberarmmuskulatur gibts soweit ich weiss in meinem Rest-Oberarm keine. Und ich mache ja auch sonst vieles mit dem Stumpf. Auch als Stütze, damit Dinge, die ich trage nicht nach links wegrutschen, eignet sich der Stumpf hervorragend.

    Allerdings bin ich jetzt in einem Alter, indem ich solche Dinge wohl nicht mehr in Angriff nehmen werde.. :D

    Hollii am 26. Mai 2007 [Link]

  8. Hey Leute
    wie ich lese habt ihr alle eure Hand/Arm bei einem Unfall verloren. Bei mir ist das nicht so, mir fehlt von geburt an meine rechte Hand. Ich habe einen ganz normalen Arm nur eben keine Hand. Das mit Prothesen habe ich mir auch schon überlegt da es ja wirklich viele Möglichkeiten gibt. Aber ich denke ich komme so super zurrecht und vlt. werde ich mir so etwas mal irgndwann zulegen aber im Moment komm ich prima so klar wie es ist ;)

    Laura am 5. Juli 2010 [Link]

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