Endlich sieht mein Computer mal wie ein Computer aus! So und nicht anderes lautet mein Fazit zu meinem neuen Gehäuse.. Noch bis letzte Woche sah mein Computer so aus (hier auch ein Foto vom ursprünglichen Innenleben). Das war das originale Gehäuse des Rechners den ich mir letztes Jahr gekauft hatte. Normalerweise baue ich mir meine Computer selbst zusammen. Letztes Jahr aber hatte ich dazu irgendwie keine Lust. Deswegen habe ich mir ein Komplettsystem gekauft. Allerdings hat mir das Gehäuse nicht wirklich gefallen. Als ich mir dann vor ein paar Monaten einen fetten lüfterlosen Kühler zugelegt hatte, ging die Seitentür des Gehäuses noch nicht mal mehr zu. Spätestens da war für mich klar: Ein neues muss mehr. Zuerst wollte ich das ja selbst bauen. Aus Holz. Nachdem aber 2 Versuche im Sande verlaufen sind, habe ich mir so viele Gehäuse wie möglich angeschaut, die momentan erhältlich sind. Und das waren nicht wenig. Von € 19,90 bis € 999,99 waren sehr viele schöne Gehäuse dabei. Mehr als 100 Euro wollte ich aber nicht ausgeben.

Nun habe ich mich nach langen hin und her für das Coolermaster CM 690 entschieden. Gekauft hab ich das bei Atelco hier in Köln – € 79,00 hats mich gekostet. Diesen hier (Link zu Atelco.de). Dabei ist allerdings was lustiges passiert. Und zwar hab ich mir den Karton genommen und bin zur Kasse. Ich hatte mich über das Gewicht bereits gewundert, da es angeblich nur knapp 10 kg wiegt. Der Karton den ich zur Kasse trug war aber um einiges schwerer. Der Verkäufer scannt das Preisschild und sagt: 749 Euro bitte.
Ich hatte versehentlich den Komplett-PC erwischt, den Atelco in diesem Gehäuse verkauft. Diesen hier (Link zu Atelco.de). Nun ja. Der Verkäufer hat dann kurzerhand den Komplett-PC zurückgeschleppt und das eigentliche leere Gehäuse zur Kasse getragen.
Warum gerade dieses Gehäuse? Ganz einfach. Ich brauche zum einen genug 5,5 Zoll Laufwerksschächte (mit Öffnung nach vorne). Momentan sind bei mir erst 2 belegt. Das zweite ist nur nicht zu sehen, da die Blende davor sitzt. Denn das brauch ich nur sehr selten. 2 weitere brauche ich für das Bedienteil mit Lüftersteuerung, welches ich noch einbauen möchte. Zum anderen wäre es gut, wenn mindestens genauso viele 3,5 zoll Festplatten (intern) reinpassen. Bei mir ist erst 1 belegt, da ich im alten Gehäuse nicht mehr Platz hatte. Das mit den Laufwerken ist aber sehr gut gelöst, denn die gesamte Front ist für 5,5 Zoll und 3,5 Zoll Laufwerke reserviert – also quasi das erste drittel des Gehäuses. Ein für mich ebenfalls sehr wichtiger Punkt war die Belüftung des Gehäuses. Insgesamt kann ich bis zu 7 Lüfter einbauen. 3 waren bereits vorinstalliert (an der Seite in Höhe der CPU und vorne und hinten). Zusätzlich lassen sich 2 weitere oben, einer an der Seite (Rückseite des Gehäuses) und einer unten anbringen. Allerdings werde ich wohl nicht alle benutzen. Zur Zeit sind nur die 2 Original-Lüfter in Betrieb. Die werde ich aber noch ersetzen gegen leisere. Dann kommen noch 2 weitere hinzu. Nämlich oben und unten. Was ich aber machen werde ist die Lüfter alle einzubauen, so das ich die bei Bedarf einschalten kann. Momentan sieht es aber so aus, als wenn ich mit 2 auskomme. Hier auch das Bild welches auf dem Karton abgebildet war. Ich hatte das noch schnell fotografiert bevor ich den Karton entsorgt hatte.

Und jetzt zu dem was mir momentan besonders gut gefällt. Und zwar befinden sich die zusätzlichen Anschlüsse für 2 USB, 1 Firewire (IEEE 1394), 1 eSATA, 1 Audio und 1 Mikrofon oben.
Wobei ich Audio und Mikro nicht benötige. USB und Firewire sind dort jedenfalls perfekt platziert. Gerade für mich als Einarmigen. Denn z.B. die Kamera halten und das Kabel einstecken ist mit nur einer Hand nicht ganz so einfach, wenn man die Kamera nicht fallen lassen möchte.
So kann ich die einfach oben drauf legen und mit einem Kabel anschliessen. Oder auch das Handy.
Nicht weniger wichtig war mir die Grösse des Gehäuses. Denn ich habe ja einen relativ grossen Kühlkörper auf der CPU sitzen. Der passt nun problemlos rein. Was sich beim zusammen bauen herausgestellt hat, fand ich allerdings auch sehr lustig. Mein TV-Karte verfügt über einen Anschluss für einen Infrarot-Empfänger mit dem ich die TV-Karte über eine Fernbedienung bedienen kann. Den hatte ich vorher einfach an der Wand angebracht und somit war er sichtbar. Nun habe ich den im Gehäuse angebracht. Denn da das Gehäuse auch mit einer Wasserkühlung betrieben werden kann befinden sich in der Rückwand Öffnungen für Schläuche, durch die ich das Kabel der Fernbedienung stecken konnte. Und jetzt der Clou. Die Vorderseite besteht aus einem engmaschigen Gitter. Es ist aber nicht zu eng für Infrarot. Somit sieht man den Empfänger jetzt nicht mehr.

Was ich zuerst verwirrend fand ist, das das Netzteil unten sitzt. Deswegen hab ich das Gehäuse erst mal auf den Kopf gestellt nachdem ich es zusammen gebaut hatte.
Als Netzteil nutze ich zur Zeit ja das Trust Power Master mit 420 Watt. Allerdings wird das bei mir nur etwa zu 50% beansprucht.
Was ich sehr gut finde, das die Abwärme des Netzteils nicht mehr ins innere gelangt, da es von unten her die Luft ansaugt und nach hinten rausblässt.
Vom Gewicht her bewege ich mich momentan bei 16 kg. Leer wiegt das Gehäuse schon mal 10 kg. Das heisst ich habe 6 kg eingebaut. Meint man gar nicht, das das alles zusammen so schwer ist… Das wird aber im Januar noch schwerer werden, denn dann werde ich Dämmmatten einbauen. Die wiegen zusammen bestimmt auch gute 4-5 kg. Somit wäre ich dann bei etwa 20 kg….