Kategorie ‘Fahrrad’
4. Juli 2008 | Kategorie: Fahrrad
Na toll. Das ich mit dem Fahrrad bei rot über die Ampel gefahren bin, kostet jetzt sogar € 86,00. und noch einen Punkt in Flensburg…

Finde ich echt unverschämt! Da werde ich glatt mal Einspruch gegen erheben. Zumal das keine normale Strasse war, sondern die Ausfahrt einer Firma oder so.. Das war die Ausfahrt aus einem Wohngebiet.. € 20 ist das ok, aber gleich € 86???? Einspruch!!

Das Schreiben kam heute bei mir an! Fast 3 Monate später!!!
6 Kommentare/Trackbacks »
19. April 2008 | Kategorie: Fahrrad
Gestern Abend war ich mit dem Rad unterwegs. Ich stand an einer Ampel. Im Rückspiegel sah ich ein Fahrrad kommen. Ich dachte direkt, das der oder diejenige bestimmt nicht anhalten wird. Ich schaute nach rechts und sah etliche Autos kommen. Das sah auch die Radfahrerin. Sie schaffte es gerade noch zu stoppen. Aber man merkte sofort, das sie nicht lange stehen bleiben wird. Und das obwohl noch mehr als genug Verkehr war. Sie war gerade wieder dabei, los zu fahren.
Unser Gesräch verlief wie folgt:
Hey, du, das kostet € 62,50.
Sie stoppte direkt wieder, schob das Rad wieder zurück auf den Gehweg und meinte zu mir:
So teuer ist das aber nicht. Ich habe letzte Woche nur € 20,00 bezahlt. Das war aber tagsüber.
Ich:
Echt? nur € 20,00 Euro? Ist ja interessant. Ich bin auch tagsüber angehalten worden. Um genau zu sein mittags.
Sie:
Och echt?
Ich:
Joh. Deswegen würde ich an deiner Stelle stehen bleiben.
Sie:
Wieso? Ist hier irgendwo die Polizei?
Ich:
Hier jetzt gerade nicht, jedenfalls kann ich sie nicht sehen. Aber darum gehts doch nicht. Bei rot stehen bleiben muss man, weil das in der Strassenverkehrsordnung steht. Und nicht weil das “nur” in Gegenwart von der Polizei verboten bist.
Aber gut zu wissen, das sie nur € 20,00 Euro bezahlt hat. Ich werde mich nämlich jetzt darauf beziehen, das andere nur € 20,00 bezahlen mussten. Bisher habe ich auch noch nichts bekommen. Auch musste ich an dem Tag nichts unterschreiben. Bin mal gespannt, ob das wirklich € 62,50 sind oder nicht.
Keine Kommentare / Kommentar schreiben »
15. April 2008 | Kategorie: Fahrrad
Heute morgen bin ich blöderweise bei rot über eine Ampel gefahren. Mit dem Fahrrad. Und das obwohl ich eigentlich vor jeder roten Ampel stehenbleiben, selbst wenn die Strasse frei ist. Aber irgendwie habe ich die übersehen. Das war auch keine Kreuzung sondern die Ausfahrt eines Büro-Gebäudes, die eine eigene Ampel-Anlage hat. Bzw. sind da wohl mehrere Firmen. Jedenfalls stand 100 meter hinter der Ampel die Polizei. Und wie sollte es anders sein? Die haben es gesehen.
Ergebnis: € 62,50 + Anzeige.…
Klar, ich bin das selbst schuld. Aber diese Ecke ist nicht gerade eine gefährliche Ecke. Wäre ich z.B. bei rot über die Innere Kanalstrasse gefahren, hätte ich nichts zu mecken. Aber so.. Jedenfalls werde ich jetzt noch vorausschauender fahren, damit mir sowas nicht noch mal passiert.
Der Polizist war übrigens sehr nett und auch sehr gesprächig. Er hat mich dann nochmal ausdrücklich auf die Gefahren hingewiesen. Und da mein Fahrrad ja auch nicht gerade billig war, solle ich doch bitte etwas vorausschauender fahren. Mach ich eh schon, nur jetzt noch konzentrierter! Er hatte übrigens nichts auszusetzen, obwohl er sofort gemerkt hat, das mir ein 1 Arm fehlt. Also scheint das ja ok zu gehen, mit nur einem Arm Fahrrad zu fahren.
7 Kommentare/Trackbacks »
16. Dezember 2007 | Kategorie: Fahrrad
Mein Fahrrad ist platt. Also die Reifen. Also ich bin jetzt schon 2 Monate nicht mehr Fahrrad gefahren. Irgendwie hatte ich plötzlich (13.10.) keine Lust mehr. Werde mich aber die Tage wieder mal rauf setzen….
Keine Kommentare / Kommentar schreiben »
4. September 2007 | Kategorie: Fahrrad
Mit dem Fahrrad an einer Kreuzung oder wo auch immer ab zu biegen ist bekanntlich nicht einfach, wenn man nur einen Arm hat. Rechts abbiegen geht ja noch, obwohl ich den Lenker nur sehr ungerne loslasse. Links abbiegen jedoch noch schwieriger, weil ja eben der linke Arm fehlt. Dazu (Fahrrad fahren mit einem Arm 1) bekam ich jetzt eine Anfrage:
thomas wrote:
Hallo,
mein Sohn wurde ohne linke hand geboren, fährt seit seinem 3. Lebensjahr super fahrrad. Nun gehts an die Fahrradprüfung in der Schule. Wie gibst du zeichen zum Abbiegen ? blinker sind ja wohl nicht (mehr9 erlaubt. gruß Thomas
Ich hab ihm dann natürlich auch geantwortet und mir die Erlaubnis eingeholt, das hier zu bloggen. Denn je länger man über dieses Thema nachdenkt, um so mehr fällt mir dazu ein.
Und da er nichts dagegen hatte, blogge ich es nun. Denn das ist ein an sich sehr spannendes Thema. Blinker sind für Fahrräder nach meinem Kenntnisstand nicht erlaubt. Was mit den mir bekannten Modellen auch gar nicht so einfach ist (Batteriebetrieb, mangelhafte Befestigung, etc.). Ausserdem erwartet bei einem Fahrrad niemand ein Blinker-Signal, so das dies bei meinen bisherigen Testfahrten zu einigen Missverständnissen geführt hat. Weil die Blinker viel zu nah beisammen liegen. Der Autofahrer kann nur schlecht erkennen in welche Richtung ich nun tatsächlich blinke. Wenn ich mit dem Anhänger unterwegs bin sieht das genauso aus. Zwar wäre der Anhänger breit genug, so das man problemlos erkennen könnte, in welche Richtung man blinkt, jedoch ist mein Anhänger gerade mal 20 cm hoch.
Wenn ich nicht ne Fahne angebaut hätte, wie sie normalerweise bei Kinder-Fahrradanhängern zum Einsatz kommt, wäre da schon so mancher Pkw drüber gerollt. Ich hab den Croozer Travel (Infolink und Bild).
Jedenfalls hat so eine Blinker-Anlage für ein Fahrrad mehr Nachteile. Als ich mal mein Rad inkl. Blinker Nähe der Schildergasse hier in Köln abstellen musste, hatte ich Bedenken wegen dem Blinker. Was wenn das Kinder sehen? Die reissen den doch bestimmt ab. Oder spielen damit solange bis die Batterien leer sind. Oder noch schlimmer, sie klauen die Batterien oder gleich den kompletten Blinker. Denn gross festschrauben konnte man die Modelle nicht die ich bisher getestet habe.
Weitere Möglichkeiten wären, das entsprechende Bein auszustrecken
oder aber einen Abstandshalter, der normal für Kinder-Fahrräder gedacht ist, so umzubauen, das man den beim abbiegen ausfahren kann. Allerdings ist das bestimmt nicht ganz einfach und obs was bringt ist ne andere Frage.
Was ich wie gesagt schon seit Jahren mache, ich versuche gar nicht erst links abbiegen zu müssen. Als Autofahrer schafft man das hier in Köln ja auch.
Obwohl es ja eigentlich daran liegt, das man nirgends links abbiegen darf.
Spass beiseite. In erster Linie bin ich auf dem Radweg unterwegs. Da fährt man meistens hintereinander. Ausserdem verfügt mein Rad über einen kleinen Rückspiegel, in dem ich immer sehen kann, was direkt hinter mir los ist, ohne mich umdrehen zu müssen. Denn umdrehen während der Fahrt kann richtig gefährlich werden. Sofern ich beim Blick in den Spiegel hinter mir jemand sehe, reicht es manchmal sogar aus, einfach nur zu sagen: Ich biege jetzt nach links oder rechts ab.
Sollte das nicht möglich sein, werde ich halt einfach langsamer und trete dann beim abbiegen in die Pedale, so das ich abbiegen kann ohne das mir jemand rein fährt. Auf grossen Kreuzungen z.B. Barbarossaplatz fahre ich sogar manchmal vorne weg und alle anderen Radfahrer hinter mir her. Egal ob ich nun Richtung Luxemburger Strasse oder Richtung Chlodwigplatz fahre. Bisher hat das immer gut funktioniert. Natürlich nur weil ich rücksichtsvoll und vorausschauend fahre.
In jedem Fall ist es nicht einfach mit 1 Arm Fahrrad zu fahren. Man muss auf vieles achten und immer alles im blick haben. Zudem benötigt man Kraft um das Fahrrad selbst bei einer Vollbremsung unter Kontrolle zu behalten. Gestürzt bin ich noch nicht. Nur 2 kleine Crashs hatte ich bisher. Einmal kam mir jemand auf meiner Seite entgegen und weicht zur selben Zeit in die selbe Richtung aus, in die ich auch unterwegs war und beim 2.ten mal hat sich eine Cola-Dose in meinem Vorderrad verfangen über die ich ja unbedingt drüber fahren musste. Ist beides schon über 7 Jahre her. Brenzlige Situationen aber erlebe ich bei jeder Fahrt durch Köln.
Links zum Thema (oder klickt euch in die Kategorie Fahrrad):
- Mein Fahrrad: http://h75.de/blog/bulls-ltd-1
- Mein Bremsgriff: http://h75.de/blog/fahrrad-bremsgriff
- Blinker für Fahrräder http://h75.de/blog/blinker-fuer-mein-rad
4 Kommentare/Trackbacks »
13. August 2007 | Kategorie: Fahrrad
Ich hab seit ein paar Tagen ein neues Bremssystem für mein Fahrrad. Und zwar hatte ich bisher ja dieses System, welches mit einem Bremsgriff beide Bremsen ansprechen konnte. Nun habe ich einen Doppelbremsgriff (KBS V-Brake Bremssystem von Kettler).

Oder wie man diesen Bremsgriff von Kettler auch immer nennt. Der steuert direkt ohne irgendwelchen zusätzlichen Anbauten beide Bremsen (Vorder- und Hinterrad) an. Die Bremsleistung ist so erheblich besser wie vorher. Das hat sich jetzt schon mehrfach bewiesen.
5 Kommentare/Trackbacks »
11. Juli 2007 | Kategorie: Fahrrad
Die Überschrift müsste eigentlich lauten:
Behindertengerechtes Fahrrad (für Einhändige/Einarmige)
Seit einigen Monaten habe ich nun ein neues Fahrrad. Denn es war mal wieder an der Zeit, ja! Mein altes Rad hat 7 Jahre durchgehalten, obwohl es ein “Billig-Bike” war. Im Jahr 2000 hab ich das, soweit ich mich erinnern kann, gekauft. Bei Bike & Skate für DM 399,-. Seit etwa 2-3 Jahren kam an vielen Stellen der Rost durch. Schrauben, Muttern usw waren mittlerweile durchgerostet. Das Rad stand aber auch immer draussen. Das ganze Jahr, rund um die Uhr. Mein neues hingegen parkt in meiner Wohnung.
Das stelle ich nicht mehr draussen hin. In erster Linie damit es mir niemand klaut. Denn hier werden ständig Fahrräder geklaut. Und was klaut man nicht lieber als ein nigelnagelneues neues Fahrrad. Ich hab bisher gerade mal 450 km damit zurückgelegt. Im Regen war ich nur mal kurz unterwegs und ansonsten stand es nur in meiner Wohnung. Daher sieht es auch nach einigen Monaten noch aus wie gerade gekauft.
Was ich eigentlich mit diesem Blog-Eintrag sagen möchte. Die Brems-Anlage habe ich vom alten Bike übernommen. Nur das Innenleben aus der grünen Box. Hab mir bei Conrad-Electronic eine passende Plastik-Box gekauft (2 Euro) und diese mit einem Teppichmesser vorbereitet, damit die Bremszüge hindurch laufen können. Denn ich möchte schon so sicher wie möglich unterwegs sein, was eben nur möglich ist, wenn beide Bremsen angesprochen werden. Dank diesem System klappt das auch sehr gut.
Hier nochmal das Foto zur Erinnerung. Ich hab nämlich davon kein neues Foto gemacht, da das System ja das selbe ist.

Allerdings habe ich jetzt einige Schalter mehr am Lenker dran, als vorher bei meinem alten Rad. Dafür ist das schalten aber auch einfacher. Denn folgende Schalter befinden sich am Lenker.
1 x hochschalten vorderes Ritzel
1 x runterschalten vorderes Ritzel
1x hochschalten hinteres ritzel
1 x runterschalten hinteres Ritzel
1 x Klingel
1 x Bremsgriff
Ich brauch mich also nicht mehr darauf zu konzentrieren, den Schalthebel so zu bewegen, das ich auch genau den Gang treffe, den ich brauche, sondern ich brauch nur noch klicken. Das System erledigt den Schaltvorgang dann von ganz alleine.
Das Schaltsystem ist von Shimano Deore, der Bremsgriff is eine V-Brake, ebenfalls von Shimano. Und die kann ich alle bequem meiner einen Hand bedienen. Im Prinzip gibts für jeden Finger einen Schalter – denn es sind genau 5 Schalter plus Bremse. Es klingt kompliziert, es ist aber total einfach.
Die meiste Zeit habe ich eh 4 Finger am Bremsgriff.
Hier ein Foto vom meinem Lenker, so wie er momentan aussieht.


Und genau das fällt auch anderen Radfahrern und Fussgängern auf, vor allem wenn man an einer Ampel auf grün wartet. Dann haben die meisten Menschen Zeit, die, die nicht einfach bei rot rüber laufen, sich die Gegend oder die Mitmenschen anzuschauen. Das merke ich immer wieder. Am meisten wirft der Spiegel am linken Handgriff Fragen auf. Dann taucht die Frage auf, wie ich denn damit fahren kann. Weil der Spiegel und die Kabelbinder, mit denen der befestigt ist, doch keinen Platz für die linken Hand lassen. Ich hab ja eben keine linke Hand. Theoretisch könnte man den Griff auch komplett weglassen, was aber in Punkto Balance ein Nachteil ist.
Für alle die sich fragen, ob das denn mit einer Hand überhaupt sicher ist. Ich fahre jetzt gute 10 Jahre Fahrrad – mit nur einer Hand. In den ganzen 10 Jahren hatte ich erst 2 Stürze/Unfälle. Einmal ist mir in Köln-Rodenkirchen am Rheinufer ein Fahrrad-Fahrer entgegen gekommen. Auf meiner Seite. Und was macht der Depp, als ich nach rechts ausweiche? Er weicht nach links aus, also aus seiner Sicht. Genau da hin, wo auch ich unterwegs war. Und bumm. Frontal sind wir zusammen geknallt. Ich hatte mehrere blaue Flecken, meine Klamotten waren zerfetzt. Aber sonst ist nichts weiter passiert. Das nächste mal habe ich mich aufs Maul gelegt, als ich Just for Fun über eine leere Coca-Cola-Dose rüber fahren wollte, die sich direkt im Vorderrad verkeilt hat, wodurch das Hinterrad nen Satz machte und ich im hohen Bogen auf die Strasse katapultiert wurde. Bis auf ein paar Kratzer und Schürfwunden hatte ich auch dabei Glück im Unglück. Seitdem fahre ich noch vorsichtiger. Ich überfahre weder rote Ampel noch rase ich wie ein Irrer durch die Stadt. Gut, ich fahre auch mal schnell (Top-Speed: 38,5 km/h durch den Mediapark), aber nur dann, wenn es die Umstände zulassen. Der Vorteil beim langsamen und vorsichtigen fahren ist. Das Fahrrad und ich halten länger.
Wenn ich einen Pullover oder eine Jacke anhabe, sieht es für andere so aus, als hätte ich die linke Hand nur in der Tasche. Wenn ich hingegen im T-Shirt unterwegs bin, fällt es sofort auf, das da gar kein Arm ist. Das merke ich an Hand der Blicke und Reaktionen.. Gerade wenn ich mit dem Rad unterwegs bin. Ich blogge demnächst auch mal ein Foto während ich fahre.
Zum Abschliess am Abschluss noch ein Foto von meinem neuen Bike. Ein Bulls LTD-1.
Die beiden Schlösser sind aus Granit und sau schwer. Beide zusammen wiegen gute 1,5 kg, womit das Fahrrad auf ein Gesamtgewicht von 15,5 kg kommt (ohne Schlösser 14 kg). Ahja und der Gepäckträger is auch nicht immer dran. Der wiegt mit Rücklicht knapp 1 kg.

Die Miniatur-Bilder können mit einem Klilck darauf vergrössert werden.
7 Kommentare/Trackbacks »
30. Juni 2007 | Kategorie: Fahrrad
Als ich heute aus dem Bauhaus rauskam und zu meinem Rad hinging, kam ein Typ mit langen, lockigen Haaren auf mich zu und sagte:
Ey, ja, ich bin grad voll neidisch auf dein Rad!
Ich antwortete ihm, das ich das gut verstehen kann, denn mir gings vor einigen Monaten genauso, als ich noch mit meinem alten Rad unterwegs war. Nun aber habe ich ein neues, supergeiles Fahrrad und das schaut selbst nach knapp 2 Monaten noch fast wie neu aus, da ich zum einen noch nicht sehr oft gefahren bin und wenn nur bei Sonnenschein. Noch nie bei Regen und draussen gestanden hat es bisher auch noch nicht, denn hier wird zuviel geklaut.
Der Typ selbst hatte ebenso ein gutes Rad, das allerdings ziemlich mitgenommen aussah. Nach einem sehr kurzen Smalltalk bin ich dann auch direkt losgedüst, denn der war mir bereits im Bauhaus aufgefallen, weil er Selbstgespräche führte..
Keine Kommentare / Kommentar schreiben »
24. Juni 2007 | Kategorie: Fahrrad, Öffentliche Verkehrsmittel
Am letzten Samstag (16.6.) war ich das erste mal nach langer Zeit mal wieder mit dem Zug unterwegs. Und zwar inklusive Fahrrad. Von Köln-HBF nach Solingen-Mitte (1x in Solingen-HBF (ehemals Solingen-Ohligs) umsteigen). Ich kann nur sagen, das ist gar nicht so einfach.
Hinfahrt
Bereits auf der Hinfahrt stand ich mitsamt meinem Rad im Gang, direkt vor der Türe (weil innerhalb eines Abteils darf das Fahrrad ja nicht stehen). Das es im “Rhein-Wupper-Express” extra einen Wagen für Fahrräder gibt, wusste ich nicht. Danach hatte ich auch nicht geschaut, denn mit dem Fahrrad passe ich allemal in einen Zug. Dabei war es gar nicht so einfach, überhaupt in den Zug rein zukommen. Denn ich musste 2 Stufen erklimmen, vom Bahnsteig in den Zug. Und das über einen sehr schmalen Einstieg (dieser mit den Doppeltüren, bei denen man die Griffe zum öffnen nach unten drücken muss). Ich habs aber geschafft.
Ankunft am Solinger-Hauptbahnhof
Kurz vor der Einfahrt nach Solingen habe ich mich zurecht gezupft und alles durchgecheckt, ob ich alles habe, alles fest verstaut ist. Der Zug hält, ich öffne die Türe und steige aus. Das klappte aber nicht auf Anhieb, wie gesagt, das einsteigen war ja schon nicht ganz einfach. Jemand der mit aussteigen musste, hat mir dann kurzerhand und ohne Aufforderung geholfen und am Hinterrad angepackt. Nun galt es, die Schützenstrasse in Solingen zu erklimmen. Denn ganz oben steht die Kirche, Ecke Ritterstrasse.
Und nun fand die Hochzeit statt.
Rückfahrt nach Köln
Zurück war es dann einfach. Nur aufsteigen aufs Rad und die Bremse lösen. Mit einem Top-Speed von 42 km/h schoss ich die Schützenstrasse wieder runter. Und das ohne zu Kraftanstregung.
Am Bahnhof angekommen, wollte ich ein Ticket lösen. Der Automat wollte meinen 5-Euro-Schein aber nicht haben. Ich habs dann aufgegeben und bin zum Bahnsteig gerannt. Die Zugführerin (Schaffnerin genannt) stieg zufälligerweise direkt vor meiner Nase aus. Ich sprach sie sofort an, das ich nachlösen muss, da der Automat mein Geld nicht möchte. Sie sagte: Ok, aber bitte mit dem Fahrrad in den Fahrrad-Wagen, der sich ganz am Ende des Zuges befindet. Toll, ich stand ganz am Anfang. Kurzerhand hab ich mich aufs Rad gesetzt und Gummi gegeben. Mit 25 km/h schoss ich den Bahnsteig entlang, denn die Zugführerin hatte bereits gepfiffen. Der Zug war bereits am anrollen, da öffnete sich erst die Türe. Ich hob das Vorderrad und machte eine riesen Satz in den Wagen. Glück gehabt. Gerade noch geschafft. Ich bin dann erstmal quer durch den Zug gerannt um die Zugführerin darauf anzusprechen, aber ich hab sie nicht finden können. Ich bin dann wieder zurück ans Ende des Zuges und in Köln ausgestiegen. Bis dato hatte ich keinen Fahrschein. Die können froh sein, das ich nicht ausgerutscht bin.
Denn einmal vom Zug überfahren worden zu sein reicht für ein ganzes Leben. Das möchte ich nicht ein zweites mal erleben!
7 Kommentare/Trackbacks »
6. Juni 2007 | Kategorie: Fahrrad
Gestern war ich beim Doc (vielleicht wird das ja mein neuer Hausarzt). Als ich wieder nach unten auf die Strasse kam um mit dem Rad weiter zum nächsten Termin zu fahren, entdeckte ich einen älteren Radfahrer, der leicht schief auf seinem Rad sass. Ich schwang mich auf mein Rad und fuhr langsam hinterher. Sofort sah ich, das dem der linke Arm fehlte. Ich schätze ihn auf um die 60. Bin mir aber nicht sicher. Mit dem Rad jedenfalls fuhr er vorsichtig. Da er, genauso wie ich, nur ein Shirt trug, sah man sofort, das da was fehlte. Das bemerkten wiederum auch Leute, die uns entgegenkamen. Ich dachte in dem Moment: Tour ‘de 1arm (Radtour der einarmigen).
Leider is er dann gleich abgebogen und war schneller verschwunden wie mir lieb war. Ich hätte ihn zu gerne angesprochen. Ob er mich gesehen hat, weiss ich nicht, da ich fast die ganze Zeit hinter ihm war…
Keine Kommentare / Kommentar schreiben »